Kleingartenverein Oberer See e.V.
Tipps für den Garten
zurück zur Übersicht
Verfasst am 23.03.2025 um 18:56 Uhr

Nach den Eisheiligen

Mit den Jahreszeiten ist es so eine Sache. Je nachdem, ob meteorologisch oder kalendarisch betrachtet. Mit dem Frühlingsanfang erwacht die Natur. Die Pflanzen bekommen erste Knospen, und die ersten warmen Sonnenstrahlen zeigen sich. Uns Gärtnern beginnt es nach der Winterzeit schon früh in den Fingern zu jucken, und viele beginnen schnell mit der Aufzucht von Jungpflanzen auf der heimischen Fensterbank. Der Zeitpunkt für die Pflanzung ins Freiland sollte jedoch immer erst nach den Eisheiligen erfolgen. Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius und Sophie – so heißen die Schreckgespenster der Hobbygärtner, die sich mit keiner Vogelscheuche vertreiben lassen. Bei den Fünfen handelt es sich um Heilige, deren Namenstage ungefähr Mitte Mai liegen. Meteorologisch sind zu diesem Zeitpunkt im Jahr in unseren Breiten die letzten Nachtfröste zu erwarten. Wegen des Zusammenfalls von Wetterbedingungen und Namenstagen, wird diese Periode die„Eisheiligen“ genannt.


Zum Start in die Pflanzsaison können dann nach und nach die kleinen, auf der Fensterbank vorgezogenen Gemüse- und Blühpflanzen ins Beet gepflanzt werden. Wie fast immer stellen wir Gärtner dann fest, dass von den einen Sorten zu viele Pflanzen aufgegangen sind, jedoch andere fehlen. Aus diesem Grund findet einmal jährlich im Mai eine Pflanzentauschbörse unseres Vereins statt. Pflanzen werden getauscht oder gegen eine kleine Spende abgegeben. 


Mit machen kann jeder aus dem Verein- ausgenommen sind jedoch wie immer kommerzielle Anbieter. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und neue Pflanzenarten zu entdecken, Steaks und Bratwurst vom Holzkohlegrill sowie gekühlte Getränke runden die Veranstaltung ab. Wir freuen uns nun auf den Sommer, und dass die neuen Pflanzen blühen, wachsen und gedeihen. 


Im Namen der Vorstandschaft


Stefan Rössler