Unsere lange Warteliste für die Übernahme von einem Pachtgarten, ist auch ein Indikator dafür, dass Schrebergärten beliebter sind, denn je.In den letzten Jahren entwickelte sich ein regelrechter Boom. Das Spießer-Image der Schrebergärtner ist wohl verflogen. Gerade viele junge Familien bemühen sich aktuell, in einer Kleingartenanlage eine Parzelle zu finden. Eine grüne Oase, in welcher man anpflanzen,ernten, gleichgesinnte treffen, und entspannen kann. Selbst geerntetes Obst und Gemüse als Lohn für die Arbeit, und dieses schmeckt darüber hinaus auch doppelt so gut, wenn man weiß, was drin steckt und wo es herkommt.
Die Voraussetzung für die Pacht von einer Schrebergarten-Parzelle ist jedoch die Mitgliedschaft in einem Verein. Jeder muss sich in die Gemeinschaft des Vereins mit einbringen, und sich verpflichten die jeweilige Vereinssatzung, sowie die Gartenordnung zu akzeptieren.
Kleingartenparzellen sind so zu bewirtschaften, dass die Fläche für die Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf, und die für die Erholung in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen. Der Nutzgartenanteil für den Anbau von Obst und Gemüse muss mindestens ein Drittel der Gesamtfläche der Kleingartenparzelle betragen.
Der Flächenanteil für Erholungszwecke mit Rasen und Spielgeräten darf ein weiteres Drittel der Gesamtfläche nicht überschreiten. Auch die maximale Größe von Mobilen Planschbecken sowie Pools auf dieser Fläche sind geregelt, und dass chemische Mittel zur Wasseraufbereitung verboten sind, sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Die Aufstellung ist nur in der Zeit von Mai bis September erlaubt, gleiches gilt auch für Trampoline. Das übrig bleibende Drittel ist für Laube und Pergola vorgesehen.
Ein Schrebergarten bedeutet natürlich auch Arbeit. Aber wer eine gute Ernte einfahren, und die bunte Blütenpracht genießen möchte, muss sich regelmäßig um seine grüne Oase kümmern. Umgraben, aussähen,gießen, ernten, Rasen mähen, Unkraut zupfen und Bäume stutzen. Von Frühjahr bis Herbst kommen hier einige Arbeitsstunden im Garten zusammen. Zur Entlohnung gibt es dafür jedoch Genießerstunden im Grün, und auf die freuen sich alle Kleingärtner besonders.
Im Namen der Vorstandschaft
Stefan Rössler